Interview
Andrea Wall

Andrea Wall: Mein Name ist Andrea Wall. Bei den Stadtwerken Paderborn sitze ich vorne am Empfang, das heißt, ich bin für die Kundenbetreuung zuständig und für die Vertriebsunterstützung.

Julia Ures: Wie lange sind Sie jetzt bei den Stadtwerken?
Andrea Wall: Angefangen bin ich im September 2020 auf 450 Euro-Basis und seit dem 1. März 2021 bin ich hier fest eingestellt.

Julia Ures: 2020 war ja eine ganz besondere Zeit. Wen empfängt man, wenn man eigentlich niemanden empfangen darf…?
Andrea Wall: Stimmt… niemanden! Ich habe während des Lockdowns auch nicht am Empfang gesessen, sondern normal mit den Kollegen, die vor Ort waren, im Büro und habe dort die Vertriebsunterstützung gemacht.

Julia Ures: Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit Spaß?
Andrea Wall: Ich bin durch und durch ein Dienstleister. Ich mag es, die Kunden zu betreuen, für sie ein offenes Ohr zu haben. Und das kann ich hier umsetzen.

Julia Ures: Welche Aspekte hat diese Dienstleistungsmentalität für Sie noch? Eines haben Sie ja bereits erwähnt, ein offenes Ohr zu haben und ein nettes Wort auf den Lippen. Was verstehen sie noch unter der beschriebenen Dienstleistungsmentalität?
Andrea Wall: Für mich ist der Kunde wirklich König. Das heißt, ich versuche ihm alle Wünsche zu erfüllen. Sei es, wenn er ein Problem hat, wenn er jetzt z.B. hierher kommt und sagt, er kann die Stromrechnung nicht bezahlen und möchte gerne einen Ratenplan haben, dann versuche ich natürlich eine Kollegin zu erreichen, die das für ihn umsetzen kann, dass er auch glücklich wieder rausgeht.

Julia Ures: Über die Zeit, die ich persönlich in die Stadtwerke schon kennenlernen durfte, ist mir immer wieder begegnet: Das Team und die Zusammenarbeit untereinander ist ganz wichtig. Wie erleben Sie diese als noch frisches Teammitglied?
Andrea Wall: Das kann ich nur absolut bestätigen! Es ist kein großes Team, aber das Team, das da ist, das hält zusammen und es ist wirklich eine super Zusammenarbeit.

Julia Ures: Wahrscheinlich haben Sie im Laufe Ihres Lebens ja auch schon andere Arbeitgeber kennengelernt. Was ist hier speziell so angenehm im Team der Stadtwerke?
Andrea Wall: Also, wenn ich an meine letzte Arbeitsstelle zurückdenke, war ich im Auftrag eines Dienstleisters am Empfang tätig. Aber wenn man am Empfang arbeitet, möchte man sich ja auch mit dem Arbeitgeber identifizieren. Das konnte ich dort nicht. Und das kann ich hier. Und ich werde auch unterstützt, wenn irgendetwas sein sollte. Sei es, dass jemand krank ist oder dass ich plötzlich Urlaub haben muss. Das klappt alles super.

Julia Ures: Sie sagen, Sie identifizieren sich mit den Stadtwerken? Was führt dazu?
Andrea Wall: Das ist eine Zusammengehörigkeit. Da ist richtig tiefe, feste Zusammengehörigkeit. Man kommt hierher und man weiß vom ersten Moment an: Man arbeitet jetzt für die Stadtwerke Paderborn.

Julia Ures: Was steckt für Sie als wichtigster Wert hinter Ihrer Arbeit?
Andrea Wall: Ein ganz wichtiger Wert ist für mich tatsächlich die Zugehörigkeit. Das heißt, dass ich nicht nur „die Frau am Empfang“ bin, sondern dass ich auch einfach dazugehöre. Das fängt schon mit unserem täglichen Stand-Up-Meeting an, bei dem ich ja nicht wie andere Mitarbeiter von meinem Projekt erzählen kann. Ich habe – in Anführungszeichen – ja „nur“ meine Empfangstätigkeit und Vertriebsunterstützung – und trotzdem werde ich gehört, trotzdem werde ich wahrgenommen. Und das fing auch schon an, dass ich zur Geburtstagsfeier anlässlich von fünf Jahren Stadtwerke eingeladen wurde, obwohl ich noch gar nicht hier gearbeitet habe. Das war für mich schon so ein Zeichen: Du gehörst schon dazu, obwohl du noch gar nicht dort angefangen hast.

Julia Ures: Sie haben eine solche positive Ausstrahlung und ich kann mir sehr gut vorstellen, wie freundlich Sie die Kundinnen und Kunden empfangen. Wie schaffen Sie es, sich an einem richtig schlechten Tag wieder in so eine freundliche Stimmung zu bringen?
Andrea Wall: Ich glaube, jeder hat mal einen schlechten Tag. Dadurch, dass ich auch ein bisschen Zeit für mich vorn am Empfang habe, genieße ich dann diese Momente, in denen ich dann nicht unbedingt freundlich sein muss. Aber ich wüsste nicht, wann das einmal wäre…. Das ist wirklich ganz, ganz selten. Weil ich es einfach so gerne mache.

Julia Ures: Hat sich Ihr Umgang im Privaten auch mit Strom, Gas, Wasser verändert, seitdem Sie hier arbeiten?
Andrea Wall: (lacht) Natürlich rede ich nur von den Stadtwerken, wenn jemand von Strom spricht oder Gas. Ich habe vorher für einen Netzbetreiber gearbeitet, von daher ist mir dieses Thema nicht fremd. Nur, dass es vorher die Verlegung der Strom- und Gasleitung war und jetzt ist es die Energielieferung, die für die ich zuständig bin.

Julia Ures: Was wünschen Sie den Stadtwerken für die Zukunft?
Andrea Wall: Natürlich wünsche auch ich mir, dass wir weiter wachsen und dass die Kunden das auch wirklich schätzen. Nämlich dass wir für sie da sind – vor Ort, telefonisch, schriftlich und dass wir alles aus einer Hand bieten. Das hoffe ich, dass die Leute, die Kunden das sehen.

Julia Ures: Danke für das Interview, Frau Wall!

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